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Die Wegkreuze

Wenn man durch Daxlanden unterwegs ist, fallen einem die Wegkreuze auf, welche sich verstreut über den ganzen Stadtteil befinden. Ich habe sie hier einmal aufgeführt und zusammengetragen woher sie ursprünglich stammen.

 

Dreifaltigkeit

 

Wegkreuz Rheinstrandsiedlung an der Dreifaltigkeit (Bäumlesäcker):

Die Inschrift lautet: “Errichtet von dem Berichte 1792”

Hier soll das durch Hochwasser im 6. Jahrhundert zerstörte Daxlanden wieder aufgebaut worden sein und dort gestanden haben bis in der Nacht vom 5. auf den 6. März 1651 durch einen Dammbruch bei Forchheim es abermals zerstört wurde.

 

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Wegkreuz in der Fritschlach am Jagdgrund: Das Wegkreuz aus rotem Sandstein wurde laut eingemeisselter Inschrift 1732 errichtet: es ist damit das älteste erhaltene Wegkreuz in Daxlanden. Es wurde von der Gemeinde in Auftrag gegeben, deshalb besitzt es keine weitere Stifterinschrift. Bildhauer war nach dem Eintrag im Rechnungsbuch der Steinmetz Hans Jörg Schirmann aus Rotenfels der dafür 22 Gulden und 30 Kreuzer erhielt. Ursprünglicher Standort war auf dem alten Friedhof an der Valentinskirche. Wahrscheinlich bei deren Erweiterung 1839 wurde es versetzt an die Ecke von Federbach- und Vorderstrasse. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es auf dem Friedhof an Stelle der heutigen Hl.-Geist-Kirche und nach deren Erbauung 1910 - 1912 direkt vor der Fassade am Kirchplatz aufgestellt. Seit 1960 steht es schliesslich am gegenwärtigen Standort in der Fritschlach. Die Christusdarstellung in derben Formen entspricht dem lokal üblichen Typus, der letztlich noch auf spätmittelalterliche Beispiele zurückgeht. Der heutige Sockel stammt vermutlich erst aus dem 19. Jahrhundert.

 

Lilienstr

 

Wegkreuz Waidweg Ecke Lilienstrasse: Das Wegkreuz aus rotem Sandstein wurde laut Inschrift auf dem Sockel 1885 von Mathilde Aneshänsel zur Appenmühle gestiftet. Der Korpus in qualitätvoller Steinmetzarbeit ist von einem bislang unbekannten Bildhauer. Ursprünglicher Standort war auf dem Friedhof an der Stelle der heutigen Hl.-Geist-Kirche, nach deren Bau 1910 - 1912 wurde es vor die Hauptfassade der Kirche versetzt, von dort 1960 in die Fritschlach. Seit etwa 1980 steht es an der Ecke von Waidweg und Lilienstrasse. Als bemerkenswertes Bildwerk des Historismus belegt das Kreuz das Weiterleben der für Daxlanden charakteristischen Tradition des Aufstellens von Wegkreuzen auch in der zweiten Hälfte des 19. Jh.

IMG_0383Wegkreuz Pfarrstrasse bei der Federbachschule: Das Wegkreuz aus hellem Sandstein wurde in den 1870er Jahren von einem unbekannten Bildhauer geschaffen. Aufgestellt war es ursprünglich vor der Seitenfront der Federbachschule, dessen Älterer Teil bis 1910 das Rathaus von Daxlanden war. 1979 bei der Neugestaltung des Vorplatzes wurde es um wenige Meter in die Flucht der Hauptfassade der Schule versetzt. Die originale Christusfigur und die Marienstatue am Fuss des Kreuzbalkens gingen nach dem Zweiten Weltkrieg verloren. Ein neuer Christus in modernen Formen wurde 1971 vom Karlsruher Bildhauer Erich Lipp (1906 - 1968) geschaffen. Laut Inschrift auf dem mit seitlichen Voluten und mit Eichenlaub geschmückten Sockel wurde das Kreuz von der Katholischen Kirchengemeinde Daxlanden und privaten Geldgebern gestiftet zum Andenken an den Friedensschluss nach dem deutsch-französischen Krieg 1871. Es ist damit ein interessantes Beispiel für die ungewöhnliche Verbindung des Typus eines Wegkreuzes mit der Funktion eines Erinnerungsmales an ein historisches Ereignis.

 

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Wegkreuz Valentinstrasse / Agathenstrasse: Das Wegkreuz steht auf einem gekehlten Sockel. Die Balkenenden sind als Dreipässe mit Engelsköpfen ausgebildet. Am Kreuzstamm befindet sich ein Totenschädel mit gekreuzten Knochen. Die Sockelinschrift überliefert die Stifter und das Entstehungsjahr: “Sein Blut floss/und er starb oh Mensch/für deine Sünden/errichtet/von Johann Kutterer und/dessen Ehefrau eine gebohr/ne Litzerin 1795”. Ursprünglicher Standort war auf den Langenäckern am Hammweg. 1968 erfolgte eine Restaurierung mit Ergänzungen in Lindursan-Beton.

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Das Wegkreuz vor der St. Valentinskirche besteht aus einem profilierten Sockel und Kreuzstamm aus rotem Sandstein und einem darauf stehenden kleinen gusseisernen Kreuz. Die Sandsteinteile stammen von einem 1747 an der Giebelwand der St.-Valentins-Kirche errichteten Kreuz. Auf der Rückseite des Sockels waren 1966 noch Schriftzeichen einer diesbezüglichen Inschrift zu erkennen. Nach einer teilweisen Zerstörung dieses Kreuzes im Jahr 1816 wurde es repariert und an anderer Stelle neu aufgestellt. Dabei wurden Korpus und Querbalken entfernt und das gusseiserne Kreuz wurde aufgesetzt; der Sockel wurde umgedreht und mit der Inschrift “Daxlandt 1816” versehen, die die Gemeinde als Auftraggeber nennt. Die frühe Verwendung von Gusseisen bei einem Wegkreuz und die Tatsache der Reparatur verdienen besondere Aufmerksamkeit. Zuletzt stand das Wegkreuz am Hammweg zwischen Tauben- und Rappenwörtstrasse, bevor es 1993 an den jetzigen Standort versetzt und renoviert wurde.

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Das Wegkreuz aus Sandstein am Fritschlachweg steht auf einem balusterartigen Sockel in Rokokoformen. Die Balkenenden sind als Dreipässe ausgebildet. Unter dem Korpus am Kreuzstamm befinden sich die Darstellung eines Engelskopfes sowie ein Totenschädel mit gekreuzten Knochen. Die Inschrift “ECCE/HOMO/Holz und/Stein beten/wir nicht an/sondern der/gestorben ist/daran/Maria Anna/Reisserin. W/C.R./1776” Überliefert die Stifterin und das Entstehungsjahr. Die Buchstaben “WCR” sind mit “Witwe des Christian Reisser” aufzulösen. Ursprünglicher Standort war an der St.-Valentins-Kirche, aber schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wahrscheinlich bei der Kirchenerweiterung und der Verlegung des Friedhofs wurde es ausserhalb des Dorfes in der Fritschlach aufgestellt. An die grosse Rheinüberschwemmung im Winter 1882/83 erinnert eine aufgemalte, in den letzten Jahren erneuerte Hochwassermarkierung am Kreuzstamm.

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Dieses Kreuz von 1792 steht an der Kreuzung Lindenallee / Brunnenäckerweg in der Rheinstrandsiedlung.

Es entstand vom gleichen Künstler wie das Kreuz an der Sakristei der Heilig Geist Kirche (Turnerstrasse 6) und das Kreuz in der Dreifaltigkeit